Kolumne: Die neue Art der persönlichen Kommunikation

Durch Smartphone und Soziale Netzwerke, haben viele Leute ihre Gewohnheiten verĂ€ndert. Manchmal möchte ich gar sagen, die Leute haben keine Manieren mehr. Neulich war ich in der Kneipe. Der Gang zur Toilette fĂŒhre mich an fĂŒnf Tischen vorbei. An jedem Tisch hatte mindestens eine Person ihr Smartphone in der Hand. Auf den meisten Smartphones war schemenhaft das Design von Facebook zu sehen.

Daraufhin begann ich mein Umfeld genau zu beobachten. Schließlich gehe zumindest ich in die Kneipe ,um mich mit Freunden zu treffen um uns zu amĂŒsieren und Neuigkeiten auszutauschen. Wir trafen uns ausnahmsweise statt um 20:30 Uhr bereits um 19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch Ă€ltere Personen im Lokal. Diese unterhielten sich angeregt miteinander. Gegen 20 Uhr fand jedoch ein Generationenwechsel statt. Die Älteren gingen und die JĂŒngeren kamen. Am Nachbartisch konnte ich das ganze Schauspiel gut verfolgen. Die Personen kamen, setzten sich hin. Dann kam auch schon das Smartphone zum Vorschein. Eine Person: „Ich muss noch auf Facebook einchecken, damit jeder weiß, wo wir sind“. „Ja stimmt, dass muss ich auch machen“ erwiderte die Begleitung. Die ganze Zeit ging das dann weiter. Alles möglich wurde auf Facebook gepostet.

Die Leute unterhalten sich nicht miteinander, sondern ĂŒber Facebook. In meinem Freundeskreis geht das allmĂ€hlich auch los. Das Smartphone wird nicht mehr in der Tasche aufbewahrt, sondern demonstrativ auf den Tisch gelegt. Wenn es sich dabei um ein iPhone handelt, umso besser! Man muss ja zeigen, was man hat. Man darf ja kein Post auf Facebook verpassen. Die Frage, warum man davon so abhĂ€ngig ist, wird meist mit der Standardaussage „Weil es jeder macht“ beantwortet. Eine angenehme Unterhaltung ist nicht mehr möglich, da diese bei jeder neuen Statusnachricht unterbrochen wird. Bei dieser ReizĂŒberflutung braucht man sich nicht wundern, dass immer mehr Menschen am Burnout-Syndrom leiden. Leute, die Nachts ihr Smartphone nicht mehr ausschalten können, weil diese Angst haben etwas zu Verpassen, denen kann man nur noch sein Beileid zur KommunikationsabhĂ€ngigkeit aussprechen.

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